Filippa K

 

Your body is your temple, and your mind a place to meditate. Relaxing in a temple and meditate in a state of mind is nearly impossible during fashionweek. You’re playing a hustle game, running from shows to exhibitions and vice versa.
When I was invited to Filippa K’s Showroom to learn more about Sustainable Fashion and be able to see and especially feel the new collections of the brand, I was more than pleased.
Filippa K’s showroom here in Berlin truly is beyond amazing. An all white architectural place to refresh batteries and feeling fully relaxed.
Hearing Elin Larsson, Filippa K’s Sustainability Manager talking again in a very intimate and deeper way is just like a calming trip to an island far away.
Being warmly welcomed with fresh foods and drinks I felt very blessed to have taken a part on this beautiful evening.
Clinking my glas with Elin and the whole Filippa K Team, I proudly present my Interview with her:

 

Question 1: Sustainabilty in Fashion is a booming topic right now. Was there a special moment, when Filippa K decided to go with the flow?

„It depends on how you look at it. From one perspective, our whole design philosophy has been to make clothes to last for a long time, style and qualitywise from the very beginning. Filippa, the founder of Filippa K has always been into Sustainability.
I am working for Filippa K since 20 years now and this topic was always with us.
We can’t only look at the production side of sustainable fashion, it’s important to spotlight the other side, too! We need to take a look of „how we consume“ fashion.“

Question 2: „More Products, lower prices..“ Which or where are the biggest challenges and issues in fashion industry?

Overconsumption, is one of the major issues in the industry. The cheap prices make us actually lose respect for the clothes and the production. You might wear it once or twice, and then you don’t take care anymore, throw it away or anything like that.“

Question 3: Could you tell me more about the process of doing Sustainability Fashion or the program of Filippa K?

It’s about making Sustainability a part of everyone’s daily work, and business decision actually.
It’s everything from the designers, having Sustainability in mind when it comes to picking the right fabrics for the clothing. Buyer’s when it comes to sourcing for materials or what kind of production-side they chose in order to have the best.
Looking at the marketing side, how do we communicate about Sustainability? How do we race awareness towards our users and stores and whole-sale partners.
It’s really about integrating it in our whole daily life to let it become a natural way of thinking.“

Question 4: Could you tell me Filippa K’s biggest success until now, when it comes to Sustainability? 

„Yes, I have a personal one!“ she giggles. „It’s really when we decided to rent out clothes. That’s a true mind-shift when it comes to consume fashion. And it’s an eternal one! Looking at the fashion industry, selling a product and waving good-bye to it, it’s a very bold thing for a company to just take the risk and try, even though we had no idea how it would turn out.
So I was very proud of all my colleagues by the time we launched it.
Our customers really love this service and it was just a big success. Not only for us, but for the sustainable fashion community!“

Question 5: Is it planned to run the rental-program here in Germany as well? 

„Yes for sure! Hopefully by summer, we will be able to kick off the rental-program of our clothes in german stores as well!“

Question 6: Why do you personally think, is this more or less a „swedish-competition“ when it comes to be sustainable in Fashion?

„I think it is actually a part of the swedish culture and society, because we have been at least front runners when it comes to Sustainability Issues within a lot of areas. So I think it’s part of that actually.“

Question 7: Do you personally have a suggestion for being more sustainable in daily life?

„Yes! I do! There’s a thing we call the „curated wardrobe“.
We don’t need to own so much clothes. We need to start thinking about having smaller wardrobes. Smaller BUT smarter wardrobes acutally. Where you invest money in pieces that can last for a long time. That’s kind of a basic thing. You can mix and match pieces and you really DO care for those pieces! Always remember our Grandmothers! If there’s a loose button, you repair it. We didn’t throw the whole piece away back in the days.
Also you can update this wardrobe in various ways. You can borrow from friends, you can buy second hand or leasing.
If your clothes are done and really outworn, just simply give them back to recycling.
That’s really the biggest mind-shift in our thinking.

Thank you so much Elin!


 

„Der Körper ein Tempel, die Gedanken ein Rückzugsort um zu entspannen“ – Eine Einstellung die während der Fashionweek leider nicht immer funktioniert. Man(n) rennt von Shows zu Messen und umgekehrt.
Als Ich zum Showroom von Filippa K eingeladen wurde um noch mehr über nachhaltige Mode zu lernen, und um die neuen Kollektionen zu sehen und zu fühlen, konnte Ich es kaum abwarten.
Der Showroom hier in Berlin ist wirklich atemberaubend. Ein komplett in weiß gehaltenes, architektonisches  Meisterwerk, um völlig abzuschalten und zu entspannen.
Elin Larsson, die Nachhaltigkeits-Managerin von Filippa K sprach nochmal über die Nachhaltigkeit in ihrer Firma, diesmal in einem viel intimeren und tiefgründigeren Ton, der einfach zum entspannen einlädt.
Der Abend wurde perfektioniert durch das herzliche Willkommen des Filippa K Teams, gutem und frischen Essen und unfassbar tollen Cocktails und Getränken.
Mit einem Glas Sekt in der Hand, lächeln Elin, das Filippa K Team und Ich und präsentieren euch stolz mein Interview mit Elin:

Frage 1: Nachhaltige Mode ist ein großes Thema momentan. Gab es einen speziellen Moment für Filippa K um diesen nachzugehen? 

„Es kommt darauf an, wie man es betrachtet. Auf der einen Seite es ist unsere Firmenphilosophie, Mode zu machen die für lange Zeit halten kann – Stil und Qualität von Anfang an.

Filippa, die Gründerin des Labels hatte schon immer eine Affinität für Nachhaltigkeit.
Ich arbeite seit 20 Jahren für Filippa K und diese Affinität hat uns nie verlassen.
Wir dürfen nicht nur die Art und Weise der Produktion von nachhaltiger Mode ansehen, wir müssen hinter die Fassaden schauen und darauf achten „Wie“ wir Kleidung verbrauchen.“

Frage 2: Mehr Produkte, Niedrigere Preise – Was oder Welche sind die größten Hindernisse und Herausforderungen in der Mode Industrie?

„Überkonsum ist eines der größten Probleme in der Industrie. Billigere Preise lassen uns den Respekt an der Kleidung verlieren bzw. an der Produktion eines Teils. Du ziehst es vielleicht ein oder zweimal an, und dann ist das Interesse verloren und man schmeißt es weg oder ähnliches.“

Frage 3: Kannst Du mir mehr über das Nachhaltigkeitsprinzip von Filippa K erklären?

Es geht darum, dass Nachhaltigkeit ein natürlicher Bestandteil des persönlichen Alltags werden soll. Es fängt bei den Designern an, wenn sie sich überlegen welche Stoffe oder Methoden sie benutzen um Kleidung zu erstellen. Käufer, wenn sie auf die Materialien oder Produktionsweise achten.
Im wirtschaftlichen Aspekt betrachtet sollten wir überlegen, wie wir über Nachhaltigkeit sprechen und diese verbreiten. Wie bringen wir das Thema an unsere Stores, Kunden etc. weiter?
Es geht wirklich darum unseren Alltag auf Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen, und in diesem Sinne zu handeln.“

Frage 4: Gibt es einen „großen Erfolg“ für Filippa K im Bezug auf Nachhaltigkeit?

„Ich habe einen persönlichen Moment!“ lacht Elin.
„Es fing an als wir anfingen Kleidung zu „vermieten“. Das ist wirklich ein großer Schritt für die Nachhaltigkeit wenn es darum geht „wie“ wir Kleidung konsumieren. Es ist wirklich ein mutiger Schritt für eine Firma Kleidung gegen 20% des Kaufpreises zu vermieten. Wir wussten nicht wie oder wohin uns das führt, aber es war ein großer Erfolg und unsere Kunden lieben es!
Ich war sehr stolz auf alle meine Kollegen.“

Frage 5: Ist das Leasing von Kleidung auch für Deutschland geplant?

„Ja aber natürlich! Wenn alles glatt geht werden wir im Sommer das Leasing von Kleidung auch in deutschen Stores einführen.“

Frage 6: Warum denkst Du, dass es meistens die Schweden sind die einen Schritt voraus sind wenn es um das Thema „Nachhaltigkeit in Mode“ geht?

„Ich denke dass es mehr oder weniger ein Teil der schwedischen Kultur und Gesellschaft ist. Wir denken voraus wenn es um Nachhaltigkeit geht. Nicht nur im Bereich der Mode, sondern auch in allen anderen Bereichen.“

Frage 7: Hast Du einen Tipp für mich, wie Ich persönlich nachhaltiger in meinem Alltag leben kann?

„Ja den habe Ich! Es gibt da einen Clue, den wir „curated wardrobe“ nennen.
Wir müssen nicht immer alles kaufen. Wir sollten darüber nachdenken unsere Kleiderschränke zu verkleinern. Kleiner ABER Klüger.
Geld in Teile zu investieren, die lange halten und die mit dem Mix&Match Prinzip funktionieren.
Es geht darum, wirklich Respekt für die Kleidung die man trägt zu haben und sich wirklich um die Kleidung zu kümmern. Ich habe immer meine Großmutter im Kopf. Sie nähte mir den Knopf an die Jacke an, anstatt die Jacke als „kaputt“ abzustempeln und dann weg zu schmeißen.
Um das Denken im Bereich der Nachhaltigkeit zu perfektionieren, sollten wir unseren Kleiderschrank mit Hilfe von Leihen, Second Hand oÄ updaten.
Wenn die Kleidung wirklich „verbraucht“ ist – Gebt sie zum Recyclen frei!
Das ist wirklich ein großer Schritt!
 

 

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.